Von Kreidefelsen zu Kreidefelsen

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Gestern schien die Sonne und der Wind hatte etwas nachgelassen, aber die hohen Wellen auf der Ostsee wollten wir uns nicht antun. Also ein zusätzlicher Tag auf der Insel für einen schönen langen Strandspaziergang. Die Weiterfahrt Richtung Heimat wurde auf Montag verschoben.

Der Morgen weckte uns mit Regenprasseln – etwa ein Abschiedsschauer??? Zum Glück blieb es bei diesem einen und der restliche Tag blieb für uns trocken. Naja, für Walter nicht so, zweimal bekam er eine Ladung Ostseewasser ins Gesicht 🤭. Noch ein kurzer Blick zurück zu den beeindruckenden Kreidefelsen, dann waren wir weg.

Der Wind kam aus südlicher Richtung und ließ uns hart am Wind segeln. In der ersten Hälfte der 55 sm Strecke bremsten uns immer noch ziemlich heftige Wellen aus, sodass wir nur 3 bis 4 Knoten schafften. Aber in der zweiten Hälfte wurden die Wellen dann kleiner und die Salida rauschte mit 5 bis 6 Knoten übers Wasser.

Bald wurden auch zuerst Hiddensee und dann Rügen am Horizont sichtbar. Die Passage von Kap Arkona verleitete dazu, sich in Gedanken schon bald am Ziel zu wähnen, was natürlich nicht so ist. Es zieht sich und zieht sich … Rügen ist echt groß. Und dann kamen sie endlich ins Bild – die Rügener Kreidefelsen. Wir waren also heute von Kreidefelsen zu Kreidefelsen gesegelt😂.

Leider hatten wir im letzten Drittel der Strecke Wind und Wellen gegen uns und das Boot inklusive Mannschaft und Inventar wurden kräftig durchgeschüttelt. Ich war wirklich froh, als wir nach 11 Stunden in Sassnitz angekommen waren und im Hafen festgemacht hatten. Von den 55 Seemeilen waren wir 40 gesegelt mit einer Durchnittsgeschwindigkeit von 5 Knoten.