Die weißen Klippen von Møn

Heute früh weckte uns die Sonne, was für ein Gefühl 😊🌞. Der Wind war immer noch sehr präsent, aber nicht mehr ganz so stark wie am Abend und in der Nacht, als er Sturmstärke erreichte. 

Unser Ausflug zu den Kreidefelsen Mons Klint  konnte starten, seit drei Tagen haben wir darauf gewartet. Als wir an die Bushaltestelle kamen, warteten dort ca. 30 Leute, oh Schreck. Dann verzog sich die Sonne mal wieder und es fing an zu schütten wie aus Kübeln. Der Bus kam pünktlich, war aber bereits gut gefüllt. Wir ließen ihn fahren und gingen zurück zum Boot mit der Hoffnung, dass es zwei Stunden später besser aussieht. Und wir hatten Glück – der Regen war vorbei und der nächste Bus war unserer. 30 Minuten später stiegen wir die ersten 500 Stufen der Kreidefelsen hinab und bekamen große Augen. Welch grandioser Anblick, zurecht sind die Kreidefelsen auf Møn seit 2025 UNESCO Welterbe. 

Stundenlang wanderten wir den „Fossilienstrand“ entlang, ohne welche zu sammeln. Zu sehr waren wir damit beschäftigt, die schönsten Ansichten mit der Kamera festzuhalten. 

Durch den ständigen Kalkeintrag ins Wasser leuchtet die Ostsee türkis wie auf einer Karibikinsel. 

Irgendwann mussten wir wieder hinauf, und diese 500 Stufen waren weitaus anstrengender. Oben hatten wir eine herrliche Aussicht und in der Ferne konnten wir die Kreidefelsen von Rügen erkennen. Dann noch eine kleine Wanderung zum Dronninge Stolen (Königin Stuhl) und am Ende hatten wir mehr als 13000 Schritte über 67 Stockwerke auf dem Zähler, mindestens 1200 davon in Form von Treppenstufen hinauf und hinab. Ich habe meine Waden gespürt und so waren wir happy, dass uns der Bus auch wieder zum Hafen zurück brachte. Die sieben Kilometer hätten wir nicht mehr laufen mögen.

In der Zwischenzeit hat der Wind wieder zugelegt, Starkwind und stürmische Böen sorgen dafür, dass sich im Hafen das Wasser jetzt im Kreis dreht. Daran soll sich bis morgen Mittag wenig ändern und ich gebe jetzt noch keine Prognose für unsere Weiterfahrt ab. Mit uns liegen hier noch etliche andere gestrandete deutsche Segler im Hafen, einige seit einer Woche. Da kann man nix machen, das Wetter ist der Boss.