Tschüss Schweden – Hallo Dänemark 

Nach einem Zwischenaufenthalt in Bua, wo wir zwischen Kernkraftwerk, Zellstoff-Fabrik, Sägewerk und Haferverarbeitung übernachtet haben, fahren wir heute die 37 sm nach Anholt und lassen Schweden somit hinter uns. Leider ist der Wind erstmal gegen uns, aber mittags dreht er ein bisschen westlich und lässt uns dann wenigstens ei Drittel der Strecke übers Kattegat segeln ⛵️.

Das herausragende Ereignis gestern war die Begegnung mit einem Schweinswal, leider zu unvermittelt, um ihn fotografisch einzufangen. (Ich warte ja noch auf Thunfisch, Orca & Co, die ab Mitte August bei der Verfolgung von Heringsschwärmen im Kattegat zu sehen sein könnten.)

Nach dem stürmischen Lüftchen am Wochenende hat sich im Kattegat eine Dünung aufgebaut, deren „Reste“ uns immer noch kräftig durchschaukeln. Ich merke, wie ich automatisch Bauch- und Pomuskeln anspanne und verbuche die Fahrt als zusätzliche Fitnesseinheit💪. 

Bei der Querung der Schifffahrtslinie müssen wir einigen großen Pötten ausweichen – einer bedankt sich bei uns mit freundlichem Tuten und winkenden Seeleuten. 

Die Windprognose für die nächsten Tage hat uns veranlasst, unsere Törnplanung anzupassen. Das heißt nur eine Übernachtung auf Anholt und gleich weiter nach Grenaa an der dänischen Ostküste, bevor stärker werdender Westwind diese Richtung in den nächsten Tagen beschwerlicher machen würde. Das ist ein bisschen schade aber nicht so tragisch, weil wir vor drei Jahren schon einmal dort waren. Für einen abendlichen Strandspaziergang sollte die Zeit auf jeden Fall reichen.

Nachtrag: Als wir auf die Insel zukommen und das smaragdgrüne Wasser und den langen weißen Sandstrand sehen, sind wir sofort wieder schockverliebt. Direkt nach dem Anlegen checken wir unsere Wettermodelle, die vorsichtig optimistisch guten Segelwind für Donnerstag prognostizieren. Wir beschließen also, wenigstens zwei Tage hier zu bleiben und die Insel zu genießen.