Action und Abschied in Vadstena

Heute ist die Enkelfamilie mit einem lachenden und einem weinenden Auto von Bord gegangen. Zuvor gab es gestern spontan eine Planänderung. Die Spielplätze in Motala waren zur Genüge ausgetestet und auch das tägliche Eis konsumiert. Einmal auf dem Vetternsee segeln war der große Wunsch der Familie. Da der Wind mittags etwas nachgelassen hatte, konnten wir es wagen. Ein kleines Stück auf den See hinausfahren und dann ab in die nächste Bucht nach Vadstena, ein pittoreskes Städtchen mit viel Geschichte und einem beeindruckenden Wasserschloss am Ende des Hafens. Hier trifft mittelalterliche Geschichte auf lebendige Kultur. Viel Spaß hatten wir auf dem historischen Bahnhofsgelände, wo Phillip mit eigener Muskelkraft die Weichen stellen konnte.

Zum Abschieds-Abendessen gab es Pizza auf dem Boot mit Blick zur untergehenden Sonne, leider hinter einer Wolkenbank. 

Damit die Eltern heute in Ruhe packen konnten, fuhren Oma und Opa mit den beiden Jungs eine Runde Tschtschubahn durch die Altstadt. Wie glänzten da die Kinderaugen!

Dann kam leider schon der Abschied, die gemeinsame Zeit ist leider viel zu schnell vergangen. 

Walter und ich nahmen uns am Nachmittag Zeit, das schöne Städtchen zu erkunden. Vadstena ist eine Pilgerstadt mit schönen Klosteranlagen, dem imposanten Wasserschloss, vor dessen Mauern man sogar mit dem Boot festmachen kann, hübschen Altstadtgassen voller kleiner Geschäfte und vielen Restaurants. Die Stadt, die gestern Abend ein bisschen verschlafen wirkte, war heute plötzlich voller Menschen – und das hatte einen guten Grund: Oldtimertreffen! In den nächsten Stunden füllte sich der Park hinter dem Wasserschloss mit auf Hochglanz polierten Schmuckstücken auf vier und zwei Rädern. Hunderte Schaulustige flanierten zwischen den Karossen und vergnügten sich bei Bier, Bratwurst und Livemusik. Uns war dann nach der trubeligen Woche dann doch eher nach Ruhe zumute und so verzogen wir uns zum Sundowner mit Käsebrot auf die Salida, die uns plötzlich sehr leer und still vorkam.