Große Überraschung heute Früh: Nebel! Wo kam der so plötzlich her? Kurze Zeit später löste er sich auf, um uns dann, als wir gerade losfahren wollten, plötzlich wieder die Sicht zu vernebeln. Aber nach einer Viertelstunde war der Spuk dann endgültig vorbei und wir segelten bei Sonne und Wind Richtung Süden, unserem Etappenziel entgegen.
Fjordfeeling stellte sich ein, als wir mittags nach Westen in Richtung Mem abbogen. Hohe Felsen auf der einen Seite, Felder und Wiesen auf der anderen, säumten das Ufer und erinnerten ein bisschen an Norwegens Fjorde.
Vorbei an der Schlossruine Stegeborg erreichten wir nach 21 sm, von denen wir knapp die Hälfte segeln konnten, die erste Schleuse vor Mem, unser Eingangstor in den Götakanal. Es warteten schon etliche Boote am Steg auf die Schleusung. Da wir unsere Kanalfahrt bereits im Winter gebucht hatten, hielt sich die Bürokratie in Grenzen. Walter musste sich allerdings einer ausführlichen Einweisung in die Kanal-Modalitäten unterziehen.
Schleusenerfahrung konnten wir ja reichlich vor zwei Jahren auf der Staande Mastroute in Holland sammeln, aber hier läuft es wieder ein bisschen anders. Darum kam dann auch ein wenig Nervosität auf, als es schneller losging als gedacht. Im Nachhinein kann man getrost sagen, alles gut gemeistert 👍. Skipper und Mannschaft haben Hand in Hand (Leine in Leine) gut funktioniert.
Der kleine Hafen gleich hinter der Schleuse soll für zwei oder drei Tage unser Domizil sein, bis die Schlechtwetterfront vorbeigezogen ist.



















