Wenn du Südwestwind hast und nach Südwesten segeln willst, kann das nur doof werden. Wenn die Böen dann bis 32 Knoten anwachsen, macht es absolut keinen Spaß mehr. Die Bugleuchte taucht dann schon mal ins Wasser. Aber Walter wollte unbedingt nach Årø, da musste er dann auch die eine oder andere kalte Dusche in Kauf nehmen.
Immerhin haben wir jetzt den westlichsten Punkt unseres diesjährigen Törns erreicht und sind nun auf gutem Kurs Richtung Heimat. Trotz der widrigen Umstände sind wir heute von den insgesamt 19 Seemeilen doch ganze 9 gesegelt. Zwar nur mit 2 bis 3 Knoten gegen Wellen und Strömung aber immerhin (think positiv 😀).
Richtig doof und wirklich unangenehm war das Anlegen bei Starkregen und Böen 7. Als Walter dann auch noch bei einem Platzregen das Stromkabel legen wollte, habe ich gemeutert. (Am liebsten hätte ich mich nach Hause gebeamt 😖).
Der Hafen ist sehr schön, trotz des starken Windes liegt die Salida ruhig. Daran ändert auch die Fähre nebenan nichts, die ständig zwischen der Insel und dem Festland hin und her fährt. (Warum heißt die Fähre Fähre? Weil sie immer hin und her fährt 🤭.)
Nach dem Regen drehten wir die erste Runde über die Insel, die ein bisschen wie Klein-Hiddensee daherkommt. Und prompt wurden wir noch einmal nass, hat ja noch nicht gereicht. Aber den Spaziergang am Strand haben wir uns dadurch nicht vermiesen lassen. (Sogar ich hatte am Ende zwei Steine im Rucksack.) Als wir wieder am Hafen zurück waren, hatte uns der stürmische Wind trockengepustet.
Für morgen ist ein Wandertag auf der Insel angesagt, die Böen und die Wellen werden morgen doch zu heftig.

























