Schweinswale vor der Nase und verpatzte Fahrradtour

Heute früh war der Wind weg und das Wasser glatt und zack – da waren sie😀🐬. Als ich vom Klo kam traute ich meinen Augen kaum. 

Direkt vor unserer Nase hinter der Kaimauer, theoretisch hätten wir sie vom Boot aus beobachten können. Was für ein erhabenes Gefühl, diese schönen Tiere so nah erleben zu dürfen. Da sie immer nur kurz zum Luftholen auftauchen braucht man etwas Geduld, um sie aufs Foto zu bekommen. Walter hatte schon Stellung bezogen mit seinem Super-Duper-Teleobjektiv und machte einen auf Wal- Paparazzo. Selbstverständlich mit Erfolg🐬😀.

Der angekündigte Regen war schneller vorbei als gedacht und nach einiger Diskussion entschieden wir uns für eine Fahrradtour zum Gamborg Fjord. (Zur Diskussion stand noch das Keramikmuseum als Schlechtwetteralternative, konnte sich aber nicht durchsetzen.)

In einer Broschüre hatte ich gelesen, dass Waljäger bis Ende des 19. Jahrhunderts mehrere tausend Schweinswale pro Jahr in das flache Wasser der Bucht getrieben und dort mit Netzen gefangen und an den Strand gezogen haben. Das Blut färbte Strand und Wasser rot. Heute ist der Schweinswal geschützt und die Bucht liegt still. Mit dem Fahrrad wollten wir an der Küste entlang dorthin radeln, auch mit der Hoffnung, vielleicht noch mehr Schweinswale zu sehen. 

Doch der Radweg hatte seine Tücken. Der von Komoot angezeigte Küsten-Radweg war ein Wanderweg und kam nicht infrage. Also versuchten wir es mit GoogleMaps. Zunächst ging es durch die Stadt, aber dann gab es an einer viel befahrenen Straße gar keinen Radweg mehr 😬. Also die Outdoor-App gestartet und siehe da, Straßen angezeigt bekommen, die GoogleMaps gar nicht kannte. Aber mit einem Nachteil, später endete eine solche in einem nur einen Fuß breiten Trampelpfad durch das Schilf. Das hatten wir uns anders vorgestellt 🫣.

Irgendwie kamen wir dann doch noch an die Bucht und sahen … nichts. 

Walter machte plötzlich Druck, dass wir schnell zurück müssten. Seine WetterApp kündigte Starkregen für 16 Uhr an 🫪. Meine meinte dagegen – erst 18 Uhr (und hatte Recht 😉).

Als wir wieder an unserem Hafen ankamen wurden wir von mehreren Schweinswalen zwischen Kaimauer und Eisenbahnbrücke empfangen und vergessen war die verpatzte Fahrradtour. Oder sagen wir so, unser Ziel, mehr Schweinswale zu sehen, war am Ende unserer verkorksten Fahrradtour doch erreicht… Pünktlich 18 Uhr hat es dann tatsächlich geregnet.