Ebeltoft – „Apfelgarten“ der Verführung

Ebeltoft ist ein Ort der Versuchungen und Verführungen – jedenfalls für uns. 

Auf dem Weg in die Stadt sind wir erstmal nicht weit gekommen. Im Stadthafen strandeten wir zunächst im Hos Walter, wo wir von einer Riesenauswahl an Gin verführt wurden. Danach, nur eine Ecke weiter, landeten wir in einer riesigen Trödelhalle, die bis unters Dach vollgestopft war mit allem Nützlichen und Unnützen, was man sich denken kann. Diesen Versuchungen konnten wir nicht widerstehen und ließen uns nur zu gern verführen, zwischen den vielen „Kostbarkeiten“ zu stöbern und natürlich auch fündig zu werden.

Mit einiger Verspätung kamen wir dann endlich zu dem, was wir uns vorgenommen hatten. 

Das Glasmuseum war jeden Öre Eintrittsgeld wert. Wir waren regelrecht erschlagen von den Farben und Formen der Ausstellungsstücke. In zwei Häusern auf mehreren Ebenen taucht man ein in die Welt exzellenter internationaler Glaskunst auf höchstem Niveau. (Die Handykamera hat gequalmt.)

Besonders beeindruckt hat mich der „Kosmische Raum“ von dem Färöer Seefahrer und Künstler Trondur Patursson, der sein kosmisches Gefühl mehrerer Ozeanüberquerungen auf einem Fellboot und auf einem Bambusfloß in diesem Raum lebendig werden lässt. Walter hatte Angst, darin abzustürzen.

Die Altstadt von Ebeltoft besticht durch ihre vielen alten und bunten Fachwerkhäuser, manche schief und krumm, als hätten sie Jahrhunderte auf dem Buckel. 

In der wuseligen Fußgängerzone mit unzähligen Geschäften und Kunstbutiken stolperten wir regelrecht in den alten Färberhof, der heute ein Museum mit freiem Eintritt ist. 

Auf dem Rückweg zum Boot wurden wir im Hafenviertel von einer Band aufgehalten, die ihre Zuschauer mit karibischen Reggaeklängen auf der Straße tanzen ließ (Autos mussten warten).

Voller Eindrücke und mit vollem Fotospeicher gönnten wir uns dann zwei Stunden Pause, bevor die Runde mit den Nachtwächtern beginnen sollte. 

Kunst im Glasmuseum – einige Einblicke