Ein Zwischenstopp in der Zivilisation …

… und was bietet die? Nachts um 1:00 Uhr Anpfiff Fußball Schweden gegen Japan.
Public Viewing in Hörweite zur Marina. Und da in Schweden gerade die Ferien beginnen, war in Västervik einiges los.

Aber erstmal wieder das morgendliche Pullertime-Foto beim Sonnenaufgang. Alles spiegelglatt, sodass sich der Himmel im Wasser sah. Dann wurde – bevor die Hafenkinogäste aus ihren warmen Schlafsäcken gekrochen kamen – die Salida endgültig aus dem Baumhaus-Modus in ihr Element gebracht. Das Deck war gut belegt mit Zweigen, Tannennadeln und -zapfen, sozusagen ein schwimmendes Biotop.

Letztes Jahr haben Carsten und ich wegen Zeitmangel die Fahrt von Kalmar Richtung Norden meist außerhalb des Schärenweges genommen (Meilen schrubben). Zurück dann, aus Finnland kommend, haben Kerstin und ich auch öfter die schnellere Route gewählt. Mein Ziel bei dieser Einhandetappe ist es, keinen Schärenweg auszulassen. Die „Wartestellung“, bis Kerstin mit dem Nachtzug angereist kommt, „verbummle“ ich, (meine Schwester spricht von Pilgerfahrt) in meinem Lieblingsschwedenarchipel – nämlich St. Anna und Gryt. Sie gehören zur Provinz Östergötland. Mein Ziel ist, vor den meisten der über 6.000 unbewohnten Schären zu ankern. 💪

Zuvor war es Zeit, Frisches und Diesel zu bunkern sowie die Salzkruste von der Haut zu entfernen (bevor es die Schafe auf den Schären machen…). Konnte ich wissen, dass in Västervik ziemlich viele ihr gelbes T-Shirt herausgeholt hatten? Das vielleicht ja, aber nicht das Public Viewing in der Nacht.

Heute ging es mit dem Sausewind knapp 30 sm zum Eingang meiner Lieblingsschären, um darin tief abzutauchen. Der Wind ist die ganze Zeit äußerst günstig, als wollte er mich zwischen den 6.000 Inseln einfach nicht mehr sehen müssen. 🫣