Ein Zen-Erlebnis

Uff! Heute habe ich zwar eine kurze, dafür aber knifflige Tour vor. Nicht über das freie Gewässer, sondern durch verwinkelte, enge und zum Teil flache Wassergassen zwischen Steinhaufen und Mini-Schären (siehe Ausschnitt Seekarte).

Das Abendlicht hatte eine leicht rosa Farbgebung gegen den Sonnenuntergang. Der war hinter meinem Anlegefelsen verdeckt. Als ich morgens um 4:00 Uhr pinkeln musste, habe ich die Morgensonne fotografisch erwischt. Dieses Lichtbündel wollten mir sagen, „Morgenstund hat Gold im Mund“. Mag sein, aber so ein Freizeitskipper braucht nach den Sundownern halt sein Schlaf 😴.

Dann ging es in den Schärengarten rein. Alle, die mir begegneten, fuhren die Strecke unter Motor. Der Michelsdorfer vom Lande hatte Vollzeug gesetzt. Nur wenn der Wind an einer schmalen Stelle von vorne kam, musste der Motor angeschmissen werden. Aber auf den ist Verlass!

Auf der Strecke kam auch mal für zwei Stunden eine gerade Fahrt. Die See hatte etwas Bewegung und die Geschwindigkeit lag zwischen 3 und 4 Knoten. Da hatte ich plötzlich eine interessante Eingebung in Richtung Zen. Mir wars, als würde die See an ihrer Oberfläche atmen. Dadurch entstand bei mir das Gefühl einer wohltuenden Beziehung mit dem Wasser. Und nein, das war nicht der Restalkohol von abends im Schädel, sondern ein meditatives Erlebnis! So wie früher, mit meinem alten Freund Gobi im Kloster Beuron bei einer Woche Zenmeditation. (Bei der Rückfahrt nach der Woche wollte der 2CV immer Mitte Mittelstreifen fahren …).

Was soll ich mich wiederholen. Auch die Ankerbucht in Fläskö haben wir alleine. Und beim obligatorischen Schärendurchgewühle war es da: mein geliebtes Wollgras. Einen Skipperwaschgang mit großer Badewanne gab es heute auch. Jetzt geht’s ans Kochen: Bratkartoffeln mit Grillkäse und Gurkensalat.