Gestern war der (fast) perfekte Segeltag: moderater raumer Wind mit ein paar Böen und (meist) wenig Welle ließen die Salida nur so übers Wasser fliegen. Bereits um die Mittagszeit hatten wir die Storstrømsbroen erreicht. Die neue, knapp 4 km lange Brücke wurde im März 2026 für den Autoverkehr freigegeben und heißt jetzt Königin-Margrethe-II.-Brücke. Als wir das letzte Mal hier durchgefahren sind, war die Brücke noch eine Baustelle und wir suchten ewig nach einer Betonnung für die Durchfahrt. Jetzt also alles easy.
Der Wind trieb die Salida auf 6 bis 7 Knoten Geschwindigkeit und das wollten wir natürlich ausnutzen. Außerdem hatte es bis dahin noch nicht geregnet und es sah auch nicht danach aus. Also ließen wir Vordingborg links liegen und peilten als neues Ziel Stubbekøbing an. Im Hinterkopf natürlich auch immer die Überlegung, einen strategisch günstigen Hafen Richtung Heimat anzusteuern.
Zwei Stunden später dann entschieden wir uns, gleich weiter bis Møn zu fahren, es wäre noch zu schaffen. Walter wollte schon immer mal gern zu den weißen Klippen, die man von der Trelleborg-Fähre und bei schönem Wetter auch von Hiddensee aus sieht. (Für morgen war die Wetterprognose eher ungünstig und wir hätten nur ganz frühmorgens ein kurzes Zeitfenster nach Møn gehabt.)
Die letzten Meilen nach Osten hatten wir dann zwar achterlichen Wind, aber die Schaukelei hielt sich in Grenzen. Leider muss man bei der Anfahrt auf Møn einen großen Umweg um Sandbänke herum fahren, aber um 19 Uhr legten wir in Klintholm Havn an. Nach 62 Seemeilen in 11 Stunden hatten wir uns einen „Anlegerschluck“ verdient.
Kaum hatte Walter das Verdeck aufgebaut, ging der Regen los.
Und so ist es auch heute: Regen prasselt fast waagerecht ans Verdeck und wir checken Busverbindungen 😮🙈 zum Einkaufen.
Sturm soll noch dazukommen, sodass wir davon ausgehen, bis Sonntag hier festzusitzen. Es könnte also auch hier im Blog etwas ruhiger werden. (Walter nutzt den Regentag, um auf der Webseite die Route nachzutragen 👍)
Wir hoffen jetzt auf Regenpausen für kleinere Spaziergänge und einen Abstecher zu den Kreidefelsen, für die Møn berühmt ist.











