Jetzt fahr’n wir übern See …

Heute Früh leerte sich der Hafen in Spiken zusehends. Der Wind hatte gedreht und so stand der Überfahrt ans andere Seeufer nichts mehr im Wege.

Zuerst durch die strikte Betonnung quer durch den mit zum Teil flachen kleinen Schären bestückten Kållands Skärgarden, vorbei am Leuchtturm Naven. Dann hinaus auf den Vänernsee. Dort erwartete uns ein durchaus anspruchsvolles Gewässer mit steilen Wellen und kräftigem Wind aus Nordwest. Dieser trieb die Salida die ersten 10 sm zu Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 7 Knoten. Es machte Spaß, mal wieder sportlich zu segeln. Und endlich wurde die Salida auch mal mit vollen Segeln fotografiert, dank unserer Götakanal-Bekanntschaft von der Antonia-Yacht. Später ließ der Wind allerdings immer mehr nach, sodass der Motor unterstützen musste. Nach vier Stunden legten wir im kleinen Hafen von Dalbergså am Südostufer des Vänern an. 

Der Hafen liegt ganz idyllisch und geschützt an einem kleinen Seitenarm des Sees. Nach einer Kaffeepause machen wir uns auf die Socken, um die prähistorischen Felszeichnungen am Seeufer bei Dalbergså zu suchen. Der Weg führt durch den Wald, vorbei an gut bestückten Blaubeer- und Preiselbeerbüschen, die uns zum Naschen einladen. Nach einiger Kletterei finden wir auch die Felszeichnungen direkt am Ufer ziemlich steil abfallend. Die Darstellungen von Elchen und Schiffen aus der Bronzezeit sind deutlich zu erkennen. 

Zurück auf der Salida beginnt die Planung der morgigen Etappe: 26 sm nach Süden über Vänersborg bis Trollhättan, wo wieder die Fahrt auf dem Kanal beginnt, den wir mit bis zu 100 m langen Frachtschiffen teilen müssen.