Wieder mitten im Schärenwunderland

Spiken ist seit Hunderten von Jahren ein traditioneller Fischerhafen, der sich bis heute in seiner Ursprünglichkeit erhalten konnte. Immerhin werden 600 Tonnen Fisch jährlich von den Berufsfischern gefangen. Zwischen den roten Fischverkaufshütten, Restaurants mit Eisständen sind auch zwei Butiken, die außer Klamotten im Schlussverkauf mit einem sehr speziellen Angebot regionaler Künstler locken. Beim Letzteren ist es vorbei mit dem guten Vorsatz des Gebrauchswertes und der Platzfrage vor einem Kauf.  Wir lassen uns wieder mal verführen 🤭 und gehen mit einer gut gefüllten Tüte zurück zum Boot. 

Das liegt direkt hinter dem Fischerhafen im geschützten Gästehafen sehr gemütlich und urig. Trotz der vielen Tagestouristen, die mit dem Auto herkommen, ist es nicht (mehr) überfüllt und mit schöner Natur umgeben. 

Wir haben Rad- und Wanderwege gecheckt und die Fahrräder gesattelt. Zum Schloss Läckö wollten wir eh und von dort gibt es einen Wanderweg rund um den Udden. 

Das sehr gut erhaltene Barockschloss Läckö befindet sich auf einer Landzunge im Vänernsee und erinnert an die Zeit der schwedischen Großmacht. Im Mittelalter gehörte die Burg den Skarabäus-Bischöfen, ging aber 1527 an die Krone über. 1618 wurde sie zusammen mit den dazugehörigen Grafschaften an Jacob De la Gardie übertragen. Wir waren zu knauserig, das Eintrittsgeld zu berappen und begnügten uns mit dem erfreulichen Anblick von außen. Uns interessierte dann eher der blaue Wanderweg „Roparudden“. Der Wanderweg führt über Felsen direkt am Ufer entlang. Walter meinte ganz verliebt, er kommt sich vor wie in den östlichen Schärengebieten von St. Anna und Gryt, so schön ist die Landschaft. Er „hüpfte“ quasi über Wurzeln und Felsen. Natürlich ist seine Steinesammlung jetzt um ein Exemplar reicher. Die Gegend ist ist einfach schön zum  Chillen. 

Nachtrag 1: Und wer kam gestern Abend in den Hafen eingefahren? Richtig, die dänische Dreier-Armada. Kurz fühlten wir uns verfolgt.
Nachtrag 2: Gestern Abend war Livemusik im Spikudden angesagt. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Deshalb erst heute die Blogveröffentlichung.