Pole-Position

Ich weiß jetzt, wie sich die Affen im Zoo fühlen. Wenn wir schleusen und hinter der Absperrung die Zuschauer die Handys zücken und jede deiner Bewegungen in sich aufsaugen. Also vor dem Schleusen ordentlich anziehen und auch ein letzter prüfender Blick in den Spiegel kann nicht schaden 😉. 

Der Busausflug ins 30 Km entfernte Mariestad heute war von vielen Regenschauern begleitet. Nach dem Besuch im Dom, einem Bummel durch die kleine Altstadt, die „City“ und  den Hafen hatten wir die wichtigsten Attraktionen schon bald gesehen und waren wieder an der Busstation angekommen. Doof, dass ich dort auf der Bank meinen Regenschirm vergessen habe. Der war sooo schön 😢. Ein Punkt also auf der Liste für die nächste Shoppingtour, zumal heute außer ein paar Grundnahrungsmitteln keinerlei Schnäppchen den Weg in unsere Rucksäcke gefunden haben. Das passiert uns nicht so oft 🤭. 

Entsprechend früh waren wir, kurz vor dem nächsten Regenguss, zurück auf der Salida. 

Wir hatten gesehen, dass im unteren Hafen, direkt nach der Doppelschleuse, heute Plätze frei geworden waren. Die dänische Dreiergruppe, mit der wir uns die ganze Zeit über im Kanal ein inoffizielles „Rennen“ geliefert hatten, war weitergezogen. Daher entschieden wir uns kurz entschlossen, noch heute in einer Regenpause die Doppelschleuse hinunter zu fahren und uns damit für morgen früh einen Startplatz in der Pole-Position zu sichern. Wir gehen davon aus, dass es bei dem angekündigten Schönwetter 🌞 morgen etwas Gerangel beim Start zur letzten Schleuse Richtung Vänernsee geben könnte. 

Unser morgiges Ziel liegt 30 sm in einem Naturschutzgebiet mitten im Vänernsee. Wir befürchten, dass da alle hin wollen 😬.