Bergen zwischen Sonne und Regen

Bergen macht ihrem Ruf als regenreichste Stadt Norwegens alle Ehre.

Gestern noch bei Sonnenschein angereist ging heute der eine oder andere Regenschauer auf die Stadt nieder.

Wir hatten uns viel vorgenommen und vorsorglich die Bergen-Card gebucht. Damit können wir die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen und haben freien Zugang zu den meisten Sehenswürdigkeiten und Museen der Stadt, von denen es hier eine große Zahl und für jeden Geschmack etwas gibt.

Besonders interessierten wir uns für die alte Stabkirche in Fantoft, die ursprünglich 1150 in Fortun gebaut, aber dann 1883 nach Fantoft am Stadtrand von Bergen verlegt und bei einem Feuer 1992 komplett zerstört wurde. Sie wurde dann so wieder aufgebaut, wie sie vor dem Feuer ausgesehen hat, und 1997 wieder eröffnet.

Ich war etwas enttäuscht, weil die Kirche zwar sehr schön, aber eben doch nachgebaut aussieht. Ich wünsche mir sehr, vielleicht doch noch irgendwo auf eine ganz alte Stabkirche zu finden.

Das Freilichtmuseum Alt-Bergen mit ihrer rekonstruierten Kleinstadt aus dem 18.,19. und 20. Jahrhundert und ein Spaziergang durch den historischen Stadtteil Bryggen versetzten uns in vergangene Zeiten. Besonders die alten bunten Holzhäuser faszinierten uns immer wieder. Viele Künstler haben hier ihre Ateliers. Die engen Gassen in Bryggen waren mit Kreuzfahrern geflutet und mit teuren Design- und Souveniershops gepflastert. Die im Prospekt angepriesenen Läden mit dem „Besonderen“ habe ich vergeblich gesucht …

Bergen hat mindestens 20 Museen, wir werden davon nur einen kleinen Teil schaffen. Der Kunsthalle mit ihren klingenden Installationen haben wir heute einen Besuch abgestattet, dann ging es noch hoch hinaus. Mit der Standseilbahn Floibanen fuhren wir zum Floyen hinauf, um Bergen mal auf den Kopf zu spucken 😉 und Walter den Mast der Salida suchen zu lassen.

Trotz Bus- und Bahnfahrt hatten wir zum Schluss Blei an den Füßen.