Stendörren – Schärenwandern für Wasserscheue

Das erste Mal, als ich heute aus der Koje schaue, sehe ich golden den Mond glitzern. Das zweite Mal hat sich ein großes Arbeitsschiff (Tonnensetzer) in dieses sehr enge und flache Archipel „verirrt“. (Michael, oller Schwager, so was großes habt ihr bei der WSA nicht!)

Ich will‘s eigentlich nicht mehr, aber schon wieder musste ich an der Navigation herumdoktern (Kabel suchen, ein Dschungel mit Anfang aber ohne Ende).

Irgendwann, bevor der Regen begann, konnte ich endlich an Land paddeln. Was die Schweden da aufgezogen haben, ist schon Klasse! Sie haben mit Stendörren ein großes Gebiet über mehrere Schären hinweg für die Nichtbootsleute erschlossen. Es wird viel Natur und Historisches erklärt und gezeigt. Ein Besuch im Naturum kostet nichts. Mit Kescher & Eimer haben nicht nur die Kinder Dinge aus dem Wasser gefischt und unter dem Mikroskop mit Fachpersonal „analysiert“. Die Wanderwege sind weit vernetzt und gut begehbar. Oft steht da auch eine Bankgruppe mit Grill und Feuerholz. Vom Aussichtsturm habe ich die Salida gesehen (wer findet sie auf dem Foto?). Die Hängebrücken schaukeln tatsächlich beim Hinübergehen. Der Park wird sehr gut angenommen, aber die „Wasserscheuen“ verlieren sich da drinnen.

Und draußen auf dem Wasser siehst du viele Segler. Im Boot übernachten darfst du in dem Archipel für 48 Stunden.
Das mache ich auch, denn jetzt hat der Landregen eingesetzt. Da werden die vorgekochten Kartoffeln mit Spiegelei und Vegan-Speck (letzteres können die Schweden nicht so gut) angebraten. Und für die Frische gibt‘s eine Handvoll Kräuter.
Anmerkung Kerstin: Bestimmt auch die Flüssigen 😉