Schärenslalom geht weiter

Heute früh ging es mal gleich mit einem Schrecken los. Walter hat den Anker hochgeholt und musste ihn dann vom Schlamm befreien. Irgendwann meinte er dann zu mir „Kannst schon mal langsam losfahren.“ Habe ich auch gemacht – bis es gerumst hat 😱. Ich war auf einen Stein gefahren, zwar ganz langsam mit 1,2 Knoten, aber es hat gereicht. Ich war zwar ohne Navi losgefahren, aber es hat sich dann herausgestellt, dass der Stein nicht in der Karte eingezeichnet war. Es ist auch zum Glück nichts passiert, kein Wasser im Boot.

Die 28 Seemeilen bis Arkösund konnten wir zu mehr als 50% segelnd absolvieren. Es gab nur leichten bis mäßigen Wind ohne Böen und war somit dann recht entspannt. Unterwegs ging es wie gehabt kreuz und quer im Slalom durch die Schären, zum Teil durch recht enge, aber gut betonnte Fahrwasser.

Heute haben wir auffallend viele Vogelsteine gesehen – runde unbewachsene Felsen, kalkweiß und voll besetzt mit Kormoranen und Trottellummen (die mit den weißen Bäuchen). Wahrscheinlich kann man es auf den Fotos nicht so gut erkennen.

Nach rund 6 Stunden waren wir in unserem Zielhafen Arkösund angekommen. Ein netter Hafen, von weitem sehr schön anzusehen, aber in der Nachsaison kaum noch mit Service. Eine heiße Dusche sucht man hier vergebens, es gibt „nur“ eine Sauna mit kalten Außenduschen. Ein Spaziergang zum Beinevertreten musste sein, aber auch hier wenig Überraschendes. Ein Aussichtspunkt auf einem Felsen, ansonsten nur private Grundstücke mit zum Teil sehr schicken und teuer aussehenden Häusern.

Nachts soll der Wind drehen und dann hat es sich erstmal erledigt mit unserem stetigen Nordwest der letzten 10 Tage. Wir werden uns dann auf wechselnde Windrichtungen einstellen müssen, aber es wird dadurch auch wärmer. So lange wir durch die Schären kreuzen, ist es egal. Morgen durchqueren wir den Sankt-Anna-Schärengarten bis Fyrudden und sind dann auch schon in den Gryt-Schären angekommen.