Die 15 Seemeilen um das Kap von Härnösand waren recht ungemütlich. Schon erstaunlich, was der stetige NNO-Wind der letzten Tage (und Wochen) für eine Welle im Bottnischen Meer aufgetürmt hat. Es war ein bisschen wie Berg-und Talbahn fahren. Am Ufer gegenüber brachen sich die Wellen am Fels …
Leider hielt der Wind nicht und so teilten sich die Segel wiedermal die Arbeit mit dem Motor. Aber – gegen Mittag lugte die Sonne mal vorsichtig hinter den grauen Wolken hervor, um dann später so schön zu strahlen, als wäre nie was gewesen 😉.
Der kleine Hafen Lustholmen ist eigentlich fast gegenüber von Härnösand, aber durch den Umweg ums Kap waren wir doch gut vier Stunden unterwegs, aber dann auch direkt ins Grüne. Die Bucht ist ringsherum grün und ein paar Wege zum Beine vertreten sind auch vorhanden. Wir nutzten die Zeit auch, um verschiedene Informationsquellen zu den schönsten Plätzen an der Höga Kusten anzuzapfen. Ergebnis: Morgen fahren wir die 30 sm zur Insel Mjältön, die höchste Schäre Schwedens.
Beim Abendessen wurden wir dann gestört. Ganz leise hatte sich die schwedische Küstenpolizei angeschlichen und angefangen, die am Gästesteg liegenden Boote zu kontrollieren. Wir fühlten uns erstmal nicht betroffen, wurden aber schnell eines Besseren belehrt. Ein freundlicher Beamter wollte auch unsere Papiere sehen. Alle Dokumente wurde akribisch eingescannt. Auf meine Frage nach dem WARUM dieser Aktion zuckte er mit den Schultern und meinte „… die kritische Lage in der Welt … wir hätten eine ausländische Flagge …“ Hm, mit Flaggen kannte er sich wohl nicht so gut aus, denn er fragte, ob wir aus Belgien seien 🙈.











