Eigentlich wollten wir ja noch mehr Inselfeeling tanken, aber gestern machte uns der Sturm einen Strich durch die Rechnung. So etwas hatte ich auf dem Boot noch nicht erlebt. Mit Spitzen von fast 90 km/h tobte der Südwest über die Insel, dass einem von dem Gejaule und Gepfeife fast Hören und Sehen verging. Die Boote schaukelten wie wild im Hafen herum und wir trauten uns nicht, die Salida für zwei Stunden alleine zu lassen. Schade, denn das Orgelkonzert gestern Abend in der Inselkirche hätten wir uns zu gerne angehört. Nachts ließ der Wind dann nach und so weit ich weiß, sind auch keine Schäden aufgetreten. Ein mutiger Segler wollte gestern tatsächlich wegsegeln, hat aber nach zwei Stunden kehrt gemacht. Es war einfach sinnlos.
Heute wehte der Wind nicht mehr so stark, dafür haben uns kräftige Regenschauer die Ausflugslaune vermiest. Trotzdem sind wir auf einen Cappuccino in den Ort geradelt und zur Strafe ordentlich nass geworden. Eine Ladenbesitzerin meinte, der Sommer hätte dieses Jahr bereits im Mai stattgefunden …
Wir warten morgen noch die letzten wettertechnischen Unwägbarkeiten ab und hoffen, dann Dienstagfrüh endlich nach Borkum aufbrechen zu können. Bei lauem Ostwind, Sonne und 25 Grad. Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉



