In Wikipedia steht: „Die Freistadt Christiania ist eine alternative Wohnsiedlung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, die seit 1971 besteht. Aus Sicht der dänischen Behörden handelt es sich um eine staatlich geduldete autonome Gemeinde.“ Christiania spiegelt auch heute noch sehr authentisch den bunten Hippie-Charme der 70er Jahre wider. Walter wurde ganz nostalgisch.
Zunächst wird man verführt, das eine oder andere „Handverk“ oder Kitsch zu kaufen, aber wenn man die „Einkaufsstraße“ hinter sich gelassen hat, bekommt man interessante Einblicke in die kleine kunterbunte Siedlung. Immer öfter riecht es nach Hasch, und bald begegnen uns auch die ersten Touris mit den braunen Tüten in der Hand. In einem abgetrennten Bereich – hier ist fotografieren verboten – kann man Shit und Gras an vielen Ständen kaufen. Die Händler haben oft ihre Gesichter vermummt und machen auf mich einen wenig vertrauenserweckenden Eindruck. Da verdrücke ich mich wieder und erfreue mich lieber an den bunten und teilweise etwas verwilderten Häusern mit ihren kleinen Gärten davor. In geschützten Ecken strecken sich in Blumenkästen kleine Hanfpflanzen der Sonne entgegen.
Als Kontrastprogramm stand der Botanische Garten auf dem Programm. Vorbei am weltberühmten Vergnügungspark Tivoli – direkt gegenüber vom Hauptbahnhof – und viel historischer und moderner Architektur radelten wir wie echte Kopenhagener ans andere Ende der Stadt. Die Gärtner hatten sich sehr viel Mühe gegeben und wunderschöne Steingärten angelegt, die bereits voller Blüten waren. Das imposante Palmenhaus schließt leider schon 17 Uhr, für uns zu früh.
Der Wind lässt jetzt nach und dreht dann auch mehr auf West, sodass wir morgen bis an die Nordspitze des Öresunds segeln wollen. Vielleicht auch noch ein bisschen weiter.

















