Heute wollten wir noch einmal ganz entspannt durch Old Rauma schlendern, nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten und bevor der angekündigte Sturm losbricht.
Das heißt, wir sind in drei Museen und etliche Geschäfte reingegangen und haben uns die Angebote etwas genauer angesehen. Ich hatte etwas über die Raumaer Klöppelspitze gelesen und dass diese Kunst des Klöppelns auch heute noch aktiv ausgeübt wird. Und tatsächlich wurden wir fündig, sowohl in Geschäften als auch im Museum. Es ist schon beeindruckend, wie die Frauen mit zum Teil mehr als 100 Klöppeln in reiner Handarbeit die feinsten Spitzen herstellen. In den drei Museen konnten wir die unterschiedlichsten Lebens- und Wohnbedingungen im Rauma des 18. bis 20. Jahrhunderts – vom Handwerker über den Seemann bis zum reichen Kaufmann – sehr anschaulich kennenlernen. Besonders beeindruckend fand ich die verschiedenen Ecköfen in den Räumen des Marela-Reederhauses.
Als Highlight hatte ich den Besuch eines „besonderen“ Kunst-Gartens mit Kunstgewerbescheune, der auf der Internetseite von Rauma angepriesen wurde, vorgeschlagen. Wir radelten die ca. 4 km aus der Stadt hinaus und wurden wieder einmal überrascht. So einen Garten hatten wir nicht erwartet, wenn Kitsch Kunst ist, dann war das ein Volltreffer. An jeder Ecke Tiere aller Art aus Gips und und und … Ich habe ein paar Fotos gemacht. Das Wetter hat bis auf ein paar kleine Schauer durchgehalten, aber jetzt, nach 21 Uhr, legt der Wind ordentlich zu und ein Gewitter ist im Anmarsch. Wir haben die Salida an einen geschützteren Platz verlegt, den uns ein freundlicher Finne mit bayrischem Dialekt gezeigt hat. Walter hat noch zusätzliche Leinen festgemacht, das Verdeck aufgebaut und die Fahrräder festgebunden. Nun kann eigentlich nichts passieren. Die nächsten 24 Stunden werden ungemütlich.



































