Nach einer unruhigen Nacht (die in das Hafenbecken reingedrückten Wellen ließen Salida ganz schön ruckeln) wurden wir gestern früh von aufs Verdeck trommelnden Regentropfen geweckt. Das konnte uns aber nicht von einer ausgiebigen Inselerkundungstour abhalten. Besonders die farblich recht deutlich markierten Wanderwege in gelb, rot, blau, weiß und braun kamen uns sehr entgegen – Verirren war quasi ausgeschlossen.
Wir hatten Glück und der angekündigte Dauerregen entpuppte sich als leichte Nieselschauer, sodass wir den urwaldähnichen Inselwald kreuz und quer trockenen Hauptes durchforsten konnten – leider nicht trockenen Fußes. Oft war der Weg nicht mehr als ein vage erkennbarer Trampelpfad durchs sattgrüne und leider triefnasses Blaubeerdickicht 😬.
An der Westseite der Insel wartete ein Strand mit besserem Internet und einem freundlichen Local Guide auf uns, der uns sogleich frisch geangelten Fisch und einen Saunabesuch anbot. Auf letzteres verzichteten wir, denn ersteres war unser Begehr. Walter hatte sein IPad mitgenommen und wir wollten nun endlich dem Verbindungsproblem mit dem Handyhotspot auf den Grund gehen, welches unsere Blogveröffentlichung verhindert hatte. Nach längerem Hin-und-Her-Probieren traf mich endlich der entscheidende Geistesblitz. Und tatsächlich – es funzt 😄.
Kaum waren wir zurück auf dem Boot öffnete der Himmel alle Schleusen und es schüttete dann bis in die späteren Abendstunden. Zum Glück ohne Welle, was eine ruhige Nacht versprach.
Heute früh weckte uns strahlender Sonnenschein. Wochenende – und die Inselbevölkerung lässt sich blicken. Aber bevor es hier voll wird machen wir die Leinen los und Segeln weiter gen Norden. Das 27 sm entfernte Borka ist unser Ziel. Wir segeln ganz gemütlich, erst mit raumem, später mit achterlichem Wind, die Küste hinauf. Leider verschwindet irgendwann die Sonne hinter grauen Regenwolken und wir müssen wieder in die dicken Jacken kriechen. Der Wind frischt auf und ist verdammt kalt 🥶.
Nach sechs Stunden erreichen wir Borka. Just zum Anlegemanöver ärgeren uns seitliche Windböen, und so kam es, dass die Achterleine, die Walter an der Heckboje festgehakt hatte, unsere Deutschlandfahne kappte und diese ins Wasser fiel. Zwei Jungs im Angelkahn fischten die Fahne freundlicherweise wieder raus und tauschten sie dann bei uns gegen zwei Büchsen Hasseröder Pils ein.
Wir freuen uns über die idyllische Lage des kleinen Hafens und die vorhandene Infrastruktur. Hier können wir die zwei anstehenden Starkwind-Tage super abwettern.














