Die Natur schlägt zu! Ein Schwedenkrimi mit Kommissar Teichert

Mein fünfter Segeltag … Das passiert, wenn die Wildnis mit brutaler Härte zuschlägt. Zwei Dörfler im Wald …

Ein Spaziergang vor dem Ablegen musste sein. So wie hier der Wald aussieht, stellt man sich den mitteleuropäischen Urwald vor. Klopapier in der Tasche und los.

Wege sind hier Fehlanzeige. Wildpfade zeigen den Weg. Dann, der Ort des Geschehens – ein Leichenteil. Schädel und Teile der Wirbelsäule sind vorhanden. Hier muss der Fachmann ran. Anhand des Zahnstatus handelt es sich um ein junges Opfer, weiblich, da die Hörner fehlen. Walter fand dann den restlichen Kadaver an einem anderen Ort … passt. Fundort ist jedoch nicht gleich Tatort. An einer dritten Stelle lag das Fell, fein säuberlich gerupft. Fall geklärt. 🙂

Wir wurden dann von einem Schreihals verjagt. Ein Buntspecht und sein Weib mussten ein Nest im 8 Meter Höhe vor uns verteidigen.

Das war aber noch nicht alles … Eine blutgierige Bestie ging mir an die Kehle, wurde dann aber mit einer Pinzette 😉 aus der Kniekehle entfernt. Jetzt juckt mein Körper psychosomatisch …

Das Wichtigste aber – mit Vorsegel solo waren heute zwischen 3,8 und schon mal 5 Knoten möglich. Die Landschaft ist hier mehr gesplittet. Es gibt mehr und dafür flache Steininseln, sodass Walter wieder gefordert war. Die Fahrt war himmlisch. Kaum den Motor angeschmissen, prima.

Nun liegen wir in einer geschützten Bucht mit Liegeplatz. Alleine? Pustekuchen. Da kommt doch tatsächlich ein Brite herein – in eine EU Ankerbucht! – und lässt, das akustische Emissionsschutzgesetz missachtend, mit Getöse seinen Anker runter. Kann man den nicht entern?? 

Da müssten wir uns mit dem Schlauchboot bewaffnen.

Wir haben aber das Anlegebier in der Hand. Wie Waldorf und Statler vom Balkon schauen wir meckernd herüber und stellen fest, das Bier abzustellen wäre Frevel. Das heißt, dass wir zu faul sind, das Schlauchboot aufzupumpen. Walter und ich …? Das ist doch Arbeit für den Schiffsjungen, oder anders gesagt … Roland, du wärst dran.