Seit gestern sind wir wieder auf der Staande Mast Route unterwegs und tuckern von Brücke zu Brücke. Im Konvoi von bis zu 10 Booten gehen diese auch zuverlässig auf. In Haarlem ist zwar eine Brücke kaputt, aber die wurde komplett abgebaut und stört nicht.
Unterwegs mussten wir auch eine Schleuse passieren, die zu bezahlen war. Dafür musste man aus dem Boot raus und eine Treppe hoch zur Schleusenwärterin laufen. Mit 3,50 € in der Hand stand ich dann vor derselben und erfuhr, dass zum Bezahlen eine Pinkarte benötigt wird. Hatte ich nicht. Kreditkarte ginge auch, aber kein Cash. Also nochmal zurück. Das Blöde dabei ist, dass alle Boote in der Schleuse erst gezahlt haben müssen, ehe geschleust wird. Kein Wunder also, dass wir vor der Schleuse zuvor eine so lange Wartezeit hatten.
Haarlem ist sehr schön mit vielen mittelalterlichen Häusern und einer riesigen Kirche am Großen Marktplatz. Gestern allerdings feierten gefühlt tausend Menschen eine Fressmesse auf diesem Platz und versperrten uns die Sicht 🙁
Ich habe das Gefühl, wir fahren gerade von einer Party zur nächsten …
Nach einer ruhigen Nacht ging es heute früh mit der ersten Brückenöffnung um 9 Uhr los Richtung Gouda.
Das Wetter ist sehr schön, sonnig und nicht zu heiß, und wir genießen die Fahrt. Außerhalb der Orte kommen wir wieder an idyllischen Wiesen und Weiden vorbei. Allerdings führt der Südteil der Staande Mast Route durch bedeutend belebtere Gegenden und auch durch Städte wie Alphen am Rhein oder Boskoop.
Hier sind jetzt sehr viel weniger Segelboote auf dem Wasser. Eher gar keine, was mich etwas beunruhigt hat.Es wird doch hoffentlich nicht irgendwo eine Brücke kaputt sein?
So standen wir oft alleine wartend vor einer Brücke, da die Motorboote unten durchpassten. Die Kommunikation mit den Brückenwärtern fand per Handy, per Funk oder per Knopfdruck an der Wartestelle auf deutsch, englisch und holländisch statt.
Und dann wurde doch tatsächlich der Verkehr auf einer Autobahn extra für uns gestoppt und die Brücke geöffnet. Cool.
Später mussten wir allerdings eine Dreiviertelstunde auf eine Brückenöffnung warten, dafür ging die Öffnung für die nächsten Brücken wieder zügig voran und wir konnten durchfahren.
In Gouda haben wir dann nochmal eine knappe Stunde an zwei Eisenbahnbrücken gewartet. Das ist schon alles sehr speziell und hält einen die ganze Fahrt über unter Strom.
Dann endlich Einfahrt in die Käsestadt und – Schleuse kaputt 🙁
Wir hatten Glück im Unglück und konnten, nach einem Tipp des Brückenwärters, in einem kleinen Vereinshafen im Päckchen liegend festmachen. Polter – Stein vom Herzen. 🙂
Die Bilanz von heute: 50 km in 10,5 Stunden.






















