Göteborg im Schnelldurchgang

Ich war ja bereits zweimal in Göteborg – beide Male im Winter – aber eine richtige Erinnerung an die Stadt hatte ich nicht. Da wir uns nicht im teuren Stadthafen einquartiert haben, sondern etwas außerhalb, waren wir wieder mit den Fahrrädern unterwegs. Die sollten uns auch beim Sightseeing unterstützen und unsere abgelaufenen Schärenfüße schonen, denn schließlich handelt es sich um die zweitgrößte Stadt Schwedens mit doch beträchtlicher Ausdehnung.

Göteborg feiert in diesem Sommer seinen 400. Jahrestag – erkennbar unter anderem an bunten Wimpelketten über den Straßen. Aber leider passen da die vielen Großbaustellen, die uns immer wieder den Weg oder die Sicht versperrt haben, irgendwie schlecht ins Bild.

Besonders gut gefallen hat uns der Stadtteil Haga mit seinen pittoresken Holzhäusern im Stil des 19. Jahrhunderts und den wuseligen Straßen voller Cafés, Butiken, Antikläden usw. Im Café Husaren gibt es die angeblich größten Zimtschnecken der Welt.
Die 190 Stufen hinauf zum Skansen Kronan, einer königlichen Festungsanlage von 1698, waren zwar anstrengend, aber die Aussicht von oben auf die Stadt war echt königlich.

Die Innenstadt ist sehr kompakt und von Kanälen eingeschlossen, sodass man immer wieder über Brücken geht und sich ein bisschen wie in Venedig vorkommt. Wir freuen uns ja immer, wenn es viele Secondhandläden gibt, in denen wir stöbern können. Jetzt wird unsere Küche um vier bunte Suppenteller reicher 😉

Die Rückfahrt auf dem Kattegat-Radweg schlängelte sich immer am Göta Älv entlang und war noch einmal ein Highlight.

Da ich übers Wochenende nach Deutschland fliege, um meine Familie zu treffen, macht der Blog für die nächsten Tage Pause.