Das frühere Fischerdorf Fjällbacka wirkt wie eben aus einem Bilderbuch entsprungen. Kein Wunder also, dass das Städtchen samt 70 m hohem Hausberg „Vetteberget“ und Felsspalte „Kungsklyftan“ mit ihren eingekeilten Felsblöcken schon für mehrere Filmproduktionen als Kulisse herhalten musste. So für die Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Astrid Lindgren „Ronja Räubertochter“ und die Krimireihe „Mord in Fjällbacka“ von Camilla Läckberg.
Auch Ingrid Bergmann hat sich hier ein Denkmal gesetzt; sie machte regelmäßig auf der kleinen Insel vor Fjällbacka Urlaub und äußerte den Wunsch, auch dort ihre letzte Ruhe zu finden. So kam es, dass ihre Asche dort im Meer verstreut wurde.
Es lohnt sich wirklich, durch das pittoreske Städtchen mit seinen alten Holzhäusern, malerischen Gassen und vielen bunten Läden, Restaurants und Cafés zu bummeln und die Stimmung in sich aufzunehmen. Besonders im Hafen trifft man sich auf ein Eis oder einen Wein und flaniert vor den zum Teil sehr teuren Booten. Im Abendlicht erstrahlt dann die ganze Kulisse in einem warmen goldenen Glanz.
Die Weiterfahrt heute ging aufgrund des frischen Südwindes innen entlang. Wie schon am 3. Juni, nur in umgekehrter Reihenfolge, durchfuhren wir den Hamburgsund und den Sotakanal und landeten schließlich wieder in Smögen. Dieses Mal legte Walter ein Veto ein und wir fuhren nicht daran vorbei, sondern legten in einem Gästehafen an. Die bunte Bootshauskulisse von vor 18 Jahren sollte heute endlich wiedergefunden und das Fotomotiv erneuert werden.
Wir spazierten also durch die Outlet-Viertel und die wuselige Hafen-Flaniermeile bis zur Smögenbryggan und plötzlich waren die bunten Häuser da. „Die hatte ich aber größer in Erinnerung“ wundert sich Walter. Vielleicht liegt es daran, dass wir damals im bitterkalten Winter hier waren, keine Boote im Sund lagen und alles ringsherum geschlossen und menschenleer war. Letztendlich wurde sein Wunsch erfüllt und das Foto noch einmal geschossen.
















