Ein Tag mit Überraschungen

Gestern starteten wir von Risör zum Jomfruland Nationalpark. Das ist eine Inselgruppe vor Kragerö, die größte von ihnen lässt sich ein bisschen mit Hiddensee vergleichen, ist aber wesentlich kleiner.

Draußen auf dem Skagerrak konnten wir einige Seemeilen bei viel Sonne und sommerlichen Temperaturen segeln. Am nordöstlichen Horizont waren zwei Gewitterfronten zu sehen, die sich aber scheinbar nur über dem Festland bewegten.

Wir hatten Glück und der Jomfrulander Hafen bot noch etliche freie Liegeplätze. Ein erster Check ergab nur Positives – hier würden wir ein schönes Wochenende haben.

Die Gewitterfront allerdings war anderer Meinung und rückte näher. Plötzlich sah der Himmel sehr bedrohlich aus und der Wind drehte. Etliche Bootsbesitzer und auch Walter sprangen auf die Stege und befestigten noch zusätzliche Leinen an ihren Booten. Am Ende kam es dann nicht so schlimm wie es aussah. Ein paar kräftige Böen, die die Boote durchschaukelten und dann ein Regenguss.

Nach einer Stunde war die Sonne wieder da und wir gingen auf Erkundungstour. Der zweistündige Spaziergang über die idyllische Insel mit Leuchtturm, Wald, Wiesen, Steinen und Stränden sicherte uns eine Pilzmahlzeit aus Pfifferlingen und Steinpilzen zum Abendessen. Die „Suche“ beschränkte sich nur auf das Augenaufhalten am Wegesrand. Welcher Überfluss der Natur.