Jede Menge „Muh“

In Ventspils gibt es viele Skulpturen, Springbrunnen, Blumenrabatten und Parkanlagen. Man spürt die Bemühungen, der Stadt ein Flair zu geben, aber der Funke wollte bei mir nicht so richtig überspringen. Vor allem in der Altstadt fehlte mir das Besondere, aber da bin ich wohl von Liepaja und Klaipeda schon zu sehr verwöhnt.

Die zahlreichen Kuh-Skulpturen sind Exponate des internationalen Kunstprojektes „Kuhparade Ventspils“, die zwischen 2002 und 2012 von lettischen und ausländischen Künstlern geschaffen wurden. Mehrere Inhaber der Kühe haben beschlossen, die Kunstwerke in den jetzigen Orten zu lassen, sodass man sie heute noch bestaunen kann. Einige davon haben wir fotografiert.

Sehenswert finden wir auch die originellen Springbrunnen, die jedes Jahr im April mit einem Springbrunnenfest zum Leben erweckt werden. Mit ganz viel Liebe wurden in vielen Straßen und Plätzen Blumenrabatten und Blumenskulpturen errichtet, die jetzt in voller Pracht erstrahlen.

Der Hafen ist wohl ein zentraler Anlaufpunkt für viele Skandinavier, außer Schweden kommen hier auch viele finnische Segler rein. Der Hafenmeister ist ein ausgesprochen netter und umtriebiger Typ, der jedes hereinkommende Boot persönlich in Empfang nimmt und bei der Platzsuche und dem Anlegemanöver behilflich ist. Das hat man nicht so oft.

Der Wind pfeift schon wieder ganz schön und lässt die Salida auch angeleint schaukeln und ruckeln. Morgen wollen wir auf jeden Fall weiter und Lettland verlassen, das uns besonders durch seine Gastfreundlichkeit in Erinnerung bleiben wird. Unser nächstes Ziel ist die Insel Saaremaa, die schon zu Estland gehört.